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Travel guide: San Antonio auf Ibiza

Juli 7, 2017
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Travel guide: San Antonio auf Ibiza

Mein Herz pocht ein bisschen. Die Lippen sind zu einem zufriedenen Lächeln geformt und meine Augen versprühen zufriedene Funken, während ich den Schildern mit der Aufschrift „baggage claim“ folge. Ich bin glücklich. Weil ich unterwegs bin. Heil auf der spanischen Insel angekommen. Weil etwas Neues, Aufregendes vor mir liegt. Dankbar.
Und auf einmal: Geschrei. Eine Hand an meiner Schulter. Blonde Haare kitzeln mich im Gesicht, ein allzu vertrauer Duft strömt mir in die Nase. Wie automatisch schlingen sich meine Arme um meine spanische Hälfte, unser Lachen wird eins. Und mein Herz: gibt Vollgas.

Im Januar waren Eva, mittlerweile eine meiner besten Freundinnen, und ich bereits in Madrid und entdeckten: Wir sind definitiv reise-kompatibel! Immerhin geht es doch beim Reisen eigentlich kaum darum wohin, sondern mit wem, stimmt’s? Auf Grund der geographischen Nähe zwischen Valencia und Ibiza war unsere Entscheidung recht schnell gefallen und letzten Sonntag hieß es für uns beide Koffer packen und ab auf die Insel!
Was wir in Ibiza so alles erlebt haben und welche Tipps und Tricks ich euch mit auf den Weg geben kann, das erfahrt ihr im heutigen Blogpost!

San Antonio – Eine Stadt mit vielen Facetten

Als Urlaubsort wählten wir San Antonio im Norden der Insel. Vom Flughafen aus erreicht man die attraktive Küstenstadt bereits in 30 Minuten, generell liegt aber alles in Ibiza recht nah beieinander, die Insel ist nämlich nicht sehr groß.
Unser Hotel namens Osiris Ibiza lag direkt am schönen Sandstrand an der Carrer des Molí, welche man fußläufig in nur 2 Minuten erreichte. Der Strand ist mit (kostenpflichtigen) Liegen ausgestattet und bietet viele Essensmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Das türkisblaue, klare Wasser ist ein weiterer, großer Bonuspunkt! Definitiv schöner als der Strandabschnitt vor den Clubs Es Paradis und Eden, dessen Sand eher an Blumenerde als an Sommerfeeling erinnerte.

In San Antonio könnt ihr übrigens nicht nur tolle Yachten im Hafen betrachten, der bekannte Ort bietet auch viele weitere Aktivitäten an. Beispielsweise gibt es unzählige Wassersportangebote wie Parasailing, Jetski, Bananaboot: Das Entertainment-Programm lässt keine Wünsche offen. Aus Zeitgründen mussten wir uns zwischen Parasailing und einem Tagesausflug auf die Nachbarinsel Formentera entscheiden, die mit karibisch-blauen Buchten lockte.

Platja de Ses Illetes – Ein Besuch auf der Nachbarinsel Formentera

Während Ibiza bereits traumhafte Strände besaß, war das alles dennoch kein Vergleich zu Formentera, einer kleinen Insel unterhalb der Partymetropole. Nachdem wir ein bisschen durch Instagram, Google & Co. gestöbert hatten, stand für uns schnell fest: Diesen kleinen Karibikersatz wollten wir uns definitiv nicht entgehen lassen.
Für 30€ hin- und zurück buchten Eva und ich eine 1,5-stündige Bootsfahrt, die wir schließlich am Dienstag antraten. Trotz der wackeligen Angelegenheit kamen wir zügig an unserem Ziel an und konnten auf dem Weg die felsige Küste Ibizas bestaunen.

Mit einem Taxi für 12€ fuhren wir vom Hafen in den Norden an den Strand Les Illetas, der aus mehreren Teilen bestand und – das muss man immerhin auch sagen – nicht gerade leer war. Trotzdem fand man ein gemütliches Plätzchen und konnte das unglaublich klare Wasser genießen, das in allen nur erdenklichen Blautönen erstrahlte.

An dieser Stelle einen Tipp für euch: Solltet ihr vor einer Truhe mit Sonnenschirmen stehen und rätseln, wo genau man diese nun bezahlt, dann achtet auf Personen, die in der Nähe sitzen und vielleicht dafür zuständig sein könnten. Solltet ihr wie wir erst in die Truhe schauen, bevor ihr die Person ansprecht, kann es gut passieren, dass ein trotziger Spanier euch das Ausleihen wie ein kleines Kind verweigert – „weil ihr erst in seine Tasche geschaut habt, anstatt ihn direkt anzusprechen“. Äh, okay.

Abgesehen davon hatten wir einen wahrlich wunderschönen Tag in Formentera! Solltet ihr mit dem Fahren eines Rollers vertraut sein, gibt es übrigens zahlreiche Möglichkeiten, auf diese Art und Weise günstig die Insel zu erkunden!

Feiern in Ibiza – Die Definition der Superlative – und wie das auch günstig funktioniert

An was denkt man, wenn das Wort „Ibiza“ fällt? Richtig: Party, Strand, aber auch: teuer. Dass Ibiza zu 90% aus Feiern besteht, das stimmt. Das Ganze muss allerdings gar nicht so teuer sein!

Die attraktive Insel bietet was Parties angeht in vielen Bereichen wahrhaftig die Superlative: Das Privilege, der größte Club der Welt, das Ushuaïa, ein 5-Sterne Hotel, das als viertbester Club der Welt ausgezeichnet wurde und stets mit legendären Poolparties und David Guetta auffährt, und viele weitere Partyhöhlen garantieren die ultimative Ibiza-Experience.
Zwar sind diese Clubs über die Insel verteilt, mit Shuttlebusses und dank geringer Entfernungen stellt das aber kein Problem dar.

Tricky ist höchstens die Suche nach dem günstigsten Eintrittsticket und hier kann ich euch definitiv weiterhelfen.
In den ersten Tagen haben wir uns viel im Internet umgeschaut, was auch zu einem gewissen Punkt sinnvoll ist, denn dort werden die Partymottos angekündigt und es gibt teilweise auch Musikproben. Tickets bewegen sich im Rahmen von 25-50€, je nach Event und DJs. Ich denke, dass man das Ticket nicht erst an der Tür kauft, ist jedem klar, oder?

Am billigsten bekommt ihr die Tickets jedoch auf der Straße, abends an der Strandpromenade oder auch tagsüber am Strand. Es laufen viele Promoter herum, die euch gute Tipps geben (allerdings auch ein bisschen einlullen können). Mit diesen Promotern ist es möglich, den Preis ein bisschen runterzuhandeln. Dabei müsst ihr euch auch gar nicht schlecht fühlen, denn diese setzen ihren Einstiegspreis oft ebenfalls etwas höher an. Deshalb ist es ratsam, sich vorab im Internet über die dort verlangten Preise zu informieren, um nicht auf diese Promoter reinzufallen.

Aber Attention, please! Montags abends kauften wir Tickets für Dienstags im Club Eden, wo an diesem Abend Fatman Scoop (kannten wir bis zu dem Zeitpunkt selbst nicht) auflegen sollte. Ein Promoter verkaufte uns die Tickets für 25€ pro Person und versprach uns Reggaeton und RnB. Als wir an besagtem Abend auf dem Weg zum Club waren wurden die Tickets für genau dieses Event gratis auf der Straße verteilt. Da der Club die Woche vorher nicht voll genug war, wollte man auf diese Art und Weise mehr Gäste anlocken, um das Image zu steigern. Wir ärgerten uns natürlich total, der Promoter wollte die Tickets anfänglich für sogar 30€ verkaufen.
Ich würde euch deshalb raten, Tickets also nur für große Events wie z.B. David Guetta oder Felix Jaehn etc. zu kaufen. Solltet ihr einfach nur feiern gehen wollen, könnt ihr darauf vertrauen, dass ihr irgendwo auch gratis reinkommt. An diesem Abend wurden auch Karten für eine große Poolparty im Es Paradis verschenkt. Macht also nicht den gleichen Fehler wie wir und prüft alle Informationen zweimal!

Meine Geheimtipps – Sunsets Spots und Vorglühen im Westend

Natürlich braucht ihr auf Ibiza auch die richtige Location, um euch perfekt auf den Abend einzustimmen! Da wir jedoch trotz unserer Recherche vor dem Urlaub noch nie etwas von „Westend“ gehört hatten, möchte ich euch diesen Tipp selbstverständlich nicht vorenthalten.
Die kleine Straße liegt in der Nähe des Hafens in San Antonio, man passiert die Clubs Es Paradis und Eden und läuft an der eierförmigen Statue vorbei. Die schrill schillernde Gasse, die eher an Las Vegas als an Ibiza erinnert, kann man eigentlich gar nicht verfehlen. Dort reiht sich nämlich eine Bar an die andere, und jeder Kellner bietet euch das augenscheinlich beste Angebot. Für 15€ bekommt man dort beispielsweise zwei Drinks, einen Cocktail und einen Shot – pro Person. Wenn das kein Angebot ist! Lasst euch also einfach darauf ein – und einem günstigen Abenteuer auf der Insel steht nichts im Wege!

Abgesehen davon bietet San Antonio einen wunderbaren Sonnenuntergang, den man natürlich am Strand aber auch in einem der unzähligen Sunset-Cafés wie z.B. dem Café del Mar (das Original, dort reserviert man besser) genießen kann. Während einem Spaziergang an der Promenade entdeckten wir eine Bar namens Sunset ChillOut, die leckere Cocktails und einen atemberaubenden Blick auf den orange-roten Himmel bot. Den Blick auf den Hafen seht ihr auf dem mittleren Foto. Sehr empfehlenswert und nicht zu teuer!

Fazit

Ich muss ehrlich sagen, dass ich extrem überrascht von Ibiza war. Obwohl ich schon mehrmals auf Mallorca Urlaub gemacht hatte und eigentlich eine ähnliche Atmosphäre erwartet hatte, musste ich erkennen, dass Ibiza eine ganz andere Erfahrung bietet.
Zum einen ist Ibiza definitiv die Insel der Engländer – noch nie in meinem Leben habe ich so viele Briten auf einem Fleck gesehen, außerhalb Großbritanniens natürlich. Zum anderen ist die Partylandschaft um einiges vielseitiger: Man findet die verschiedensten Musikrichtungen und Partystile. Positiv überrascht haben natürlich auch die doch relativ günstigen Preise und das 2-Sterne Hotel, das uns wirklich überzeugte. Vielleicht kommt dazu noch eine ausführlichere Review, mal sehen. 🙂 Hättet ihr Interesse daran?

Da uns Ibiza nicht nur mit seinem Nachtleben überzeugte, sondern auch tagsüber beeindruckte, werde ich der Insel hoffentlich bald nochmal einen Besuch abstatten! Ich kann es nur jedem wärmstens empfehlen.

Als kleine Wiedergutmachung für die Beitrags-Ebbe der letzten zwei Monate habe ich diesen Beitrag etwas ausführlicher gestaltet und hoffe sehr, dass ich euch ein bisschen weiterhelfen konnte.
Wenn ihr weitere Fragen oder Tipps und Feedback habt, dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar, ich würde mich sehr freuen!

Als nächstes stehen übrigens weitere Beiträge über Valencia, wo ich gerade bin, und Alicante auf der Liste! Also: stay tuned. 🙂

Love,

Mel

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    1. Hey Celine, danke für deinen Kommentar. 🙂 San Antonio lohnt sich definitiv!! Will aber auch auf jeden Fall noch mehr von der Insel sehen. 🙂

  1. Klingt super spannend und nach einen Traum Urlaub. Schade das du keine Bilder dazu gefügt hast.
    In Ibiza war ich selber noch nie. Stelle ich mir aber Wunderschön dort vor.

    Alles liebe

    1. Hallo 🙂
      Es war wirklich ein toller Urlaub, leider hatte ich keine anderen Bilder als die von meinem Handy. Für große Aufnahmen hat es da dann leider nicht gereicht.
      Danke für deine Worte,

      Mel

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